2016 neigt sich dem Ende zu…

und die Neusser DKP lädt zur Diskussion.

Was war 2016 wichtig? Was erwartete man von einer kommunistischen Partei? Was funktioniert gut und was können wir besser machen? Wie kann jeder Interessierte sich in die Arbeit einbringen und mithelfen?

Diese Fragen und noch mehr, diskutieren wir auf unserer Mitgliederversammlung:

Mittwoch, 16.11.2016 um 19.30 Uhr

In der Gaststätte:

Hermkes Bur (Rheyter Straße 100)

Kommunen verlieren finanzielle Selbstständigkeit

Landesverfassungsgericht bestätigt „Kommunal-Soli“ in NRW

Der Stadt Neuss am Rhein werden im kommenden Jahr voraussichtlich mehr als 20 Millionen Euro fehlen, um den Haushalt auszugleichen. In Neuss stauen sich die Sanierungen bei Schulen und Kindergärten, es mangelt überall an Personal, und bei den Ausgaben für Kultur, Soziales und Jugendhilfe muss um jeden Euro gefeilscht werden. Doch diese Realität schreckt die nordrhein-westfälische Landesregierung nicht im Geringsten: Für sie ist Neuss eine „reiche“ Stadt.
Deshalb muss Neuss auch in den „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ einzahlen – 1,7 Millionen Euro im Jahr 2015. Neben Neuss zahlen noch mehr als 70 andere Städte in den Pakt ein. So kommen jährlich 90,8 Millionen Euro zusammen, die dann – zusammen mit einem dreistelligen Millionenbetrag vom Land – an aussichtslos überschuldete Kommunen verteilt werden. Nach dem Willen der Landesregierung soll diese Form der Umverteilung noch mindestens bis 2022 praktiziert werden. Hört oder liest man Stellungnahmen von rot-grün-begeisterten Rheinländern, dann gewinnt man den Eindruck, bei der sogenannten „Solidaritätsumlage“ handele es sich um ein modernes Märchen; in beseelter Robin-Hood-Manier nimmt der Kommunal-Soli von den Reichen und gibt es den Armen.
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Der 75. Jahrestag des Überfalls auf die UdSSR – Beginn des Großen Vaterländischen Krieges

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Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Vortrag, den unser Genosse Erik Höhne, Vorsitzender der Geschichtskomission der DKP, am 23.06.2016 in Dortmund gehalten hat.

Sehr verehrte Anwesende, liebe Genossinnen und Genossen,

ich danke Euch für Eure Einladung, zu einem Jahrestag zu sprechen, der nicht nur Kommunistinnen und Kommunisten besonders am Herzen liegt, sondern für alle demokratisch bzw. antifaschistisch denkenden Menschen eine große Bedeutung hat oder zumindest haben sollte.

Am 22. Juni 1941überfielen die Streitkräfte des faschistischen Deutschlands die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken. Der damit beginnende Krieg sollte 27 Millionen Bürgerinnen und Bürgern der UdSSR das Leben kosten. Aber obwohl das Dritte Reich hier mit der ganzen Bestialität, zu der es fähig war, auftrat, stand am Ende doch nur sein eigener Untergang und damit die Befreiung Europas. Weiterlesen

„Hafenalarm“ zu Besuch am 15. Juni

Rheinauen

Die einzigartige Naturlandschaft im Zonser Grind ist in Gefahr.

Wir freuen uns, dass wir auf unserer nächsten Mitgliederversammlung mit Vertreter*innen der Düsseldorfer Bürgerinitiative „Hafenalarm“ über den geplanten Ausbau der Reisholzer Hafens diskutieren können. Dieses Projekt würde auch am Kreis Neuss nicht spurlos vorbeigehen, da die geplanten Eingriffe in Natur und Wasserwege auch unsere Rheinseite gefährden. Dieses und weitere Probleme werden wir ausführlich besprechen. Also: Kommt vorbei und diskutiert mit uns!

Versammlung am 15. Juni 2016

19.30 Uhr

in der Gaststätte: „Hermkes Bur“, Rheydter Straße 100 in Neuss

Am 11.06.2016 auf nach Ramstein!

Nein zum Krieg

Am 11.06.2016 wird es eine große Demonstration gegen die US-Militärbasis in Ramstein geben. Von dort aus werden unter anderem mörderischen Drohnenangriffe in Ländern wie Irak, Pakistan, Syrien und Afghanistan koordiniert, denen vor allem Zivilpersonen zum Opfer fallen. Nähere Informationen sind hier zu finden: www. ramstein-kampagne.eu

Zu dieser Demonstration mobilisiert auch die neugründete überparteiliche Vereinigung „Neuss steht für Frieden“. Sie wird versuchen, eine gemeinsame Fahrt mit möglichst vielen Neusserinnen und Neussern nach Ramstein zu organisieren. Die DKP Neuss begrüßt diese Initiative und ruft dazu auf, diese zu unterstützen. Wer mitfahren möchte, kann sich hier informieren: http://www.facebook.com/neussfrieden/

Ein kapitalistisches Lehrstück

Das Ende der Schraubenfabrik in Neuss

(Beitrag aus der UZ vom 29. Januar 2016)

Am 30. November 2015 war Schluss. Zum letzten Mal gingen die verbliebenen Mitarbeiter der Neusser Whitesell-Fabrik zur Arbeit. Dann war das bittere Ende erreicht und es kam, trotz der zahlreichen Insolvenzen, die das Werk und seine Belegschaft bereits hinter sich hatten, dennoch überraschend plötzlich.
Bis 1980 firmierte das Unternehmen unter dem Gründernamen „Bauer & Schaurte“ und war durch die Erfindung und Produktion der Innensechskant-Schraube (Inbus) weltweit bekannt geworden. 1980 erfolgte die Fusion mit den saarländischen Karcher Schraubenwerken, 1993 kam es zur Insolvenz der Muttergesellschaft Saarstahl. Im Anschluss wurde die Fabrik von Investor zu Investor weitergereicht. Im Jahr 2012 hatte das Werk eine beeindruckende Anzahl von Firmennamen und Insolvenzverfahren hinter sich gebracht und gehörte nun zur Ruia AG, einer Gesellschaft, die schon bald insolvent war und von der Whitesell Germany GmbH aufgekauft wurde. Weiterlesen

LLL-Wochenende mit Demo in Berlin 09. und 10. Januar 2016

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LiebknechtDKP und SDAJ Rheinland-Westfalen

Wir organisieren:

  • die Hinfahrt im Nachtbus (Samstag) ab KL-Schule in Leverkusen um 00.05 Uhr.
  • die Rückfahrt am Sonntag nach der Demo (ca.14.30 Uhr)
  • und die Übernachtung im Ivbergs Hotel Premium, gleich um die Ecke vom Urania Theater.

Preise pro Person:

Nur die Fahrt (Hin und Zurück) 40,00 Euro

Fahrt und Übernachtung zusammen

– im Einzelzimmer mit Frühstück 99,00 Euro.

– im Doppelzimmer mit Frühstück 74,50 Euro

Verbindliche Anmeldung für Übernachtung nur bis zum 05.Dezember 2015.

DKP Rheinland-Westfalen

Am Stadtpark 68

51373 Leverkusen

Tel.: 0214 49323

E-Mail: sekretariat@dkp-rheinland-westfalen.org

oder

Wolfgang Bergmann, Tel.: 0151 43237730

Marxismus-Leninismus? – Beitrag zur Debatte

Vortrag von Erik Höhne bei der DKP-Kreisorganisation Neuss-Dormagen am 28.10.2015

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Liebe Genossinnen und Genossen,

meinen Ausführungen zur aktuellen Debatte in der DKP um den Begriff des Marxismus-Leninismus möchte ich eine einführende Bemerkung voranstellen.

Grundsätzlich gibt es berechtigte Einwände dagegen, zur Kennzeichnung einer bestimmten Lehre oder Theorie den Namen einer Person mit der Nachsilbe des „ismus“ zu verbinden. Zum einen ist es so, dass sich in dem zu benennenden Gedankengebäude in aller Regel nicht nur die Leistung einer einzelnen Person darstellt sind, und zum anderen ist hier auch immer die Gefahr einer dem materialistischen Denken fremden Überhöhung dieser Person gegeben. Marx und Engels bevorzugten selber den Begriff des Sozialismus, den sie zur Präzisierung als „wissenschaftlich“ bezeichneten. Hiermit sollten die Entwicklungsschritte gegenüber dem zeitlich vorangegangenen utopischen Sozialismus ausgedrückt werden. Aus einem Brief von Engels ist überliefert, dass Marx im familiären Kreis die ironische Bemerkung machte: „Eines ist sicher was mich betrifft, ich bin kein Marxist.“1

Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass die Bezeichnung „Marxist“ zunächst auch keineswegs schmeichelhaft gemeint war und an die so Benannten von außen herangetragen wurde. Während des Konfliktes in der Internationalen Arbeiterassoziation, d. h. in der Ersten Internationalen zwischen den Anhängern von Marx und den des russischen Anarchisten Michael Bakunin titulierten die Parteigänger des letzteren ihre organisationsinternen Gegner als „Marxisten“2.

Ungeachtet dessen hat nach dem Tod von Karl Marx der Begriff des Marxismus Eingang gefunden in den philosophischen und politischen Diskurs, so dass er heute dort nicht mehr wegzudenken ist. Bekanntlich haben sich auch dogmatische und vereinfachende Marx-Interpretationen entwickelt. Ob sich diese dadurch verhindern hätten lassen, dass man sich auf einen anderen Begriff zur Kennzeichnung dieser Gesellschaftslehre geeinigt hätte, ist mehr als fraglich.

Heute ist es jedenfalls so, dass niemand in der internationalen kommunistischen Bewegung es für nötig hält, einen Kampf gegen den Begriff des Marxismus zu führen, weil durch diesen Dogmatismus oder Personenkult befördert werden könnte. Derartige Versuche würden wohl nur verständnisloses Kopfschütteln hervorrufen. Weiterlesen